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Don’t Forget The Poets #7 – «Duke Ellington & Billy Strayhorn»

Jazz
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Datum: Freitag, 10. Dezember 2021 20:15

Als der Jazzmusiker, Komponist, Arrangeur, Pianist und Textdichter Billy Strayhorn am 31. Mai 1967 starb, bezeichnete Duke Ellington ihn in seiner Trauerrede als grössten Menschen, der je gelebt habe. Dafür hatte er gute Gründe - nach fast 30 Jahren enger Zusammenarbeit. Denn ohne Strayhorn wäre auch für Ellington manches anders gelaufen.

"Take the A Train" war jahrzehntelang die Erkennungsmelodie des Orchesters von Duke Ellington. Geschrieben hat den Jazzklassiker aber Billy Strayhorn, als er im Frühjahr 1939 zum ersten Mal nach New York kam. Monate zuvor hatte er in seiner Heimatstadt Pittsburgh dem weltberühmten Bandleader, der dort gastierte, einige seiner Songs vorgespielt. Ellington war hin und weg, erkannte die Genialität des erst 23-Jährigen und lud ihn dazu ein, in seiner "Organisation" mitzumachen. So nannte Ellington sein Orchester - und "Spezialisten" nannte er die grossen musikalischen Persönlichkeiten, die er darin versammelt hatte.

Im Lauf der Jahre trug Billy Strayhorn mehr als 200 Kompositionen zum Repertoire des Ellington Orchesters bei - eigene und solche, die in eng verzahnter Zusammenarbeit mit dem Duke entstanden. Wie der Hit "Satin Doll", den Ellington später als seine Altersversorgung bezeichnete. Er hatte die Grundidee geliefert, die Strayhorn in der musikalischen Diktion des Bandleaders weiterentwickelte. Typischer für seinen Stil waren aber die eigenen Titel wie etwa "Day Dream", "Johnny come lately", "Rain Check", "Chelsea Bridge" und "Something to live for".

Leider unterliess es Duke Ellington als Musikverleger des Öfteren, seinen Co-Komponisten anzugeben und machte insgesamt häufig nicht auf Strayhorns grossen Anteil an gemeinsamen Kompositionen aufmerksam. Das führte zu Konflikten in der komplexen Beziehung der beiden genialen Musiker, die eigentlich von grossem Respekt und Verständnis geprägt war. Anfang der 1950-er Jahre ging Strayhorn für einige Zeit seine eigenen Wege, kehrte aber schliesslich zurück. Der charismatische Bühnenmensch Ellington brauchte ihn als Autorität im Hintergrund: seine Ideen, seinen Fleiss und sein Feedback. Strayhorns permanente Impulse halfen Ellington dabei, seine Big Band über Jahrzehnte aufrecht zu erhalten.

1964 wurde bei Billy Strayhorn Krebs diagnostiziert. Er arbeitete und komponierte bis kurz vor seinem Tod. Am 31. Mai 1967 starb Billy Strayhorn. Duke Ellington verfasste eine bewegende Trauerrede und hob fortan die grosse Bedeutung seines engsten Vertrauten besonders hervor. Im August 1967 ging er mit seiner Band ins Studio und nahm das Album "And his mother called him Bill" mit ausgewählten Kompositionen von Billy Strayhorn auf. Sie alle sind zu immer wieder neu interpretierten Klassikern des Jazz geworden.

In der siebten Folge ihrer Reihe «Don’t Forget The Poets» nehmen sich Christian Rösli (Piano) und Andreas Zitz (Kontrabass) der Kompositionen der beiden grossen Künstler an. Begleitet werden sie dabei von Carles Peris am Saxophon und Christian Niederer am Schlagzeug.

Carles Peris (s), Christian Rösli (p), Andreas Zitz (db), Christian Niederer (dr)

https://www.carlesperis.com
https://andreaszitz.ch
http://www.niederer.me

 

Verfügbare Plätze
45
Anzahl Plätze
50
Bar mit Drinks und Snacks geöffnet ab:
17:00

 

Alle Daten


  • Freitag, 10. Dezember 2021 20:15

 

Teilnehmer-Liste

Anonym (2)
Freitag, 10. Dezember 2021 - 20:15
Wolfgang Schönig (1)
Freitag, 10. Dezember 2021 - 20:15
Agnes Stefan Christinger (2)
Freitag, 10. Dezember 2021 - 20:15

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